Mittwoch, 29. Oktober 2014
Ich habe noch nie so gekotzt.
Im Jahr 1988
Gestern war ich wieder mit meinem ständigen Kollegen unterwegs. Von einem Lokal zum nächsten. Ich weiß gar nicht wie viel Achtel Wein das waren. Mein Kollege ist irgendwann mit dem Taxi nach Hause gefahren, aber ich wollte das nicht. Ich zog weiter, und bin noch in andere Lokale gegangen,(Ich könnte ja irgendwas versäumen). Wie Blöd. Die fixe Idee, heute nacht noch eine Frau aufzureissen ließ mich nicht los. Die Frauen in den Lokalen ließen sich zwar einladen, aber mehr war da nicht. Als ich wieder auf der Straße ging, war es weit nach Mitternacht und ich war fast allein unterwegs. Plötzlich rebellierte mein Magen und ich gab alles wieder von mir, was ich diese Nacht reingeschüttet habe.
Zum erstenmal verfluchte ich die Sauferei. Ich hatte kein Geld mehr, war müde und wollte nach Hause. Also wankte ich durch Menschenleere Gassen zum Schwedenplatz.
Völlig betrunken machte ich dieses Bild, am nächsten Tag wusste ich das gar nicht mehr.
Am nächsten Tag fühlte ich mich mehr Tot als Lebendig.Zum erstenmal musste ich an diesen Morgen einen Kollegen um Geld anpumpen, um mir ein Bier kaufen zu können.
Ich brauchte es dringend. Danach ging es mir wieder besser. Noch bemerkte ich nicht was sich da über mir zusammen braute. Noch redete ich mir ein alles im Griff zu haben.

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Dienstag, 28. Oktober 2014
Noch war alles lustig.
10. März 1988
Ich arbeite bei einer Schilderherstellerfirma. Heute hatten wir einen Außenauftrag, wir mussten ein Auto beschriften. Gestern ist es wieder spät geworden, und ich konnte mich überhaupt nicht konzentrieren. Ich war noch voll besoffen.
Wie erwähnt merkte ich schnell, dass ich mich mit Alkohol wohler fühlte, besser und stärker. Wenn ich mit meinen Kollegen im Wirtshaus saß war alles locker und einfach. Nicht so steif und Krampfig wie zu Hause. Auch die anzüglichen Witze fingen an mir zu gefallen. Wenn ich genug getrunken hatte, fing ich sogar an, die Kellnerinnen anzugraben, so wie meine Kollegen. Aber trotz aller Bemühungen hatte ich keine Chance.
„Gib uns noch eine Runde“, rief mein Kollege. Inzwischen war das Wirtshaus unser Stammlokal, und wir waren mit allen Kellnerinnen per „Du“. Jeden Abend saßen wir beisammen, spielten Darts oder Würfelpoker, bis zur Sperrstunde. Und ich fühlte mich gut. Vergaß die Zeit. Dachte nicht mehr an zu Hause. Zur Zeit war es ja so, das wir eine Menge Spass hatten. Und ich hatte ja auch noch keine Probleme mit dem Alkohol. Am nächsten Tag hatte ich zwar Kopfschmerzen, aber ich war noch so voll von Alkohol, das der Schmäh bei der Arbeit weiter ging. In der Frühstückspause trank ich dann ein kleines Bier, davon fühlte ich mich dann noch besser, und es war noch lustiger. Der Chef merkte nichts denn mit der Zeit entwickelte ich die Fähigkeit trotz Alkohol arbeiten zu können.
Mein Kollege sagte immer: „Wer saufen kann, kann auch Arbeiten“.
Daran versuchte ich mich zu halten. Damals hatte ich keine Probleme mit Alkohol und genoss die Zeit, auch wenn es zu Hause ständig Ärger wegen meiner Sauferei gab. Im Wirtshaus konnte ich so sein wie ich wollte Saufen, Rauchen und auf der suche nach Sex.

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